Esskultur: Ein Nutzen für die Psyche? – Esskultur, Reihe – Die Lebensmittelwirtschaft – Weil Essen Gesellschaft ist

Esskultur: Ein Nutzen für die Psyche? Die kindliche PsycheIn der griechischen Mythologie ist das Chaos die gähnende Leere das zuerst Erschaffene, aus dem die Urgottheiten wie Gaia und Tartaros hervorgehen Howatson 1996, S. 136, Das Chaos gebiert die Gottheiten und damit auch die Ordnung.Esskultur ist nun keine Gottheit, aber sie schafft Struktur beim Essen. In der griechischen Mythologie steht Ordnung für das Gute und Harmonische. Alles hat seinen Platz und seine verbindlichen zeitlichen Abläufe. Wie auch immer Esskultur aussehen mag, sie tut im Prinzip der Psyche gut. Daher gibt es kaum konservativere Wesen wie kleine Kinder, die darauf angewiesen sind, dass das Essen immer in den gleichen Bahnen abläuft: Frühstück um 7.00, Mittagessen um 12.00, Abendessen um 17.00 mit den immer gleichen Mahlzeiten, mit den immer gleichen Personen bei Tisch.Essen strukturiert nicht nur den Tagesablauf, es organisiert die Familie wie auch immer sie aussieht als Einheit. Die Auseinandersetzung mit der Welt, die Erfahrung dieser verläuft für das Kleinstkind zunächst primär über das Essen. Chaos und Unberechenbarkeit beim Essen machen das Kind panisch, Ordnung, Klarheit und Verlässlichkeit lassen es an die gute Welt glauben und dann auch ein gutes eigenes Selbst.

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