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Die Welt retten

Eines Morgens, nach einem heftigen Sturm, geht ein Mann am Strand spazieren. Auf dem Sand liegen hunderte Seesterne verstreut.

Wenig später sieht der Mann einen kleinen Jungen, der einen Seestern nach dem anderen aufsammelt und zurück ins Meer wirft. Der Mann sagt zu ihm: “Im Meer gibt es millionen Seesterne, hunderte liegen hier am Strand und du bist ganz alleine. Es macht keinen Unterschied, ob du einige von hier zurückwirfst, du kannst ohnehin nicht viel bewirken.”

Da bückt sich der Junge erneut, hebt den nächsten Seestern hoch und sagt: “Es macht einen Unterschied für diesen hier!”

– Ursprung unbekannt.

„Wir sollten unseren Kindern nicht vorgaukeln, die Welt sei heil. Aber wir sollten in ihnen die Zuversicht wecken, dass die Welt nicht unheilbar ist.“

Johannes Rau

„Bei allem, was man tut, das Ende zu bedenken, das ist Nachhaltigkeit.“

Eric Schweitzer

„Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim alten bleibt.“

Paulo Coelho

„Natürlich interessiert mich die Zukunft. Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen.“

Mark Twain

Der Nachhaltigkeitstag am 12.12.2014

CIMG5886 CIMG5891     Am 12.12.2014 war es wieder einmal soweit: Der Nachhaltigkeitstag stand an. Dieses Ereignis, das inzwischen zum dritten Mal stattfand, ist perfekt dafür geeignet, den Gedanken von Nachhaltigkeit in die Öffentlichkeit zu bringen. Interessante Voträge zahlreicher Vertreter der Branche informierten im Bohnenkamphaus in Osnabrück über verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit. So sprachen unter anderem Markus Taddicken von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BWG) und die Uelzener Berufsschullehrerin Brigitte Glandorf. Es wurde also an die Tradition der vorherigen Nachhaltigkeitstage angeknüpft.

Doch dieses Mal war Alles ein klein wenig anders: Denn kein einziger der Vorträge ging länger als sieben Minuten. Nur sieben Minuten? Wie kann das sein? Dahinter steckteine Votragstechnik aus Japan, die sich „Pecha Kucha“ nennt. Der Name bedeutet übersetzt so viel wie „Geplapper“ und zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Referent nur 20 Sekunden für jeweils maximal 20 Folien zur Verfügung hat. Vorträge werden so zu einzigartigen ERlebnis getreu dem Motto: In der Kürze liegt die Würze. Doch ist das Experiment geglückt?

Es war ein interessanter Effekt, den Referenten dabei zuzuhören, wie sie versuchten, ihre Informationen möglichst prägnant und verständlich in kurzer Zeit vorzustellen. Die zwischenzeitliche Hektik sorgte für eine gewisse Belustigung, die jedoch zu keiner Zeit die Präsenz der Inhalte überschattete.Somit war es eine gelungene Neuerung, die keinesfalls eine einmalige AKtion bleiben sollte. Und selbst wenn der ein oder andere Vortragende noch etwas wackelig auf den Beinen war bei dieser ungewöhnlichen Methode, so steht dieses Ereignis dennoch ganz im Fokus von CookUOS: Die Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren.

Ein besonderes Highlight des Tages war jedoch der Vortrag von Prof. Dr. Gerhard de Haan, Mitglied des Deutschen Nachhaltigkeitsrates und Vorsitzender des Nationalkomitees der deutschen UNESCO Kommission, der über die UN Dekade und Bildung für Nachhaltige Entwicklung sprach. Nicht minder interessant war die abschließende Podiumsdiskussion der verschiedenen Referenten, an der sich auch die Gäste beteiligen konnten.

Als PausenpCIMG5899rogramm diente eine Slideshow mit Postern des CookUOS- Projektes und als Abschluss diente ein kulinarischer Empfang, der nicht nur ein Augenschmaus war, sondern ebenso lecker schmeckte. Gerade hier ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, mit anderen Gästen oder sogar den Referenten selbst ins Gespräch zu kommen. Denn nur durch den gegenseitigen Austausch können Informationen in die Welt hinausgetragen und wertvolle Kontakte geknüft wCIMG5889erden.

Somit war der Nachhaltigkeitstag einmal mehr eine gelungene Aktion und macht Lust auf das nächste große Event.

CookUOS am Nikolaustag

Am 6.12. erfuhren die Teilnehmer, wie es aussehen kann, wenn das Leitziel „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in die Praxis umgesetzt wird. Ein Beispiel hierfür ist die BBS- Pottgraben, die sich selbst zum kleinen Kreis der Fairtrade- Schulen zählen darf. (http://www.bbs-pottgraben.de) Doch trotz aller Bemühungen, Energie und Herzblut, die in ein solches Projekt gesteckt werden, ist nicht immer ein Happy End möglich. Denn das inzwischen eingestellte Projekt „Kartoffelspuren“ (http://www.bne-portal.de/bne-datensaetze-import/sonstige/seiten-mit-k/kartoffelspuren-von-peru-nach-osnabrueck/) zeigte, wie schwer es sein kann, ein Projekt am Leben zu erhalten, egal wie sinnvoll es auch sein mag. Doch ist das längst kein Grund, aufzugeben oder frustriert zu sein. Denn selbst jede Erfahrung ist nunmal eine wertvolle Erfahrung für das Leben. Sie nicht gemacht zu haben, kann ein herber Verlust sein. Je mehr Projekte dieser Art es geben wird, desto mehr wird der Gedanke von Nachhaltigkeit in die Welt getragen. Jedes Projekt, aktiv wie beendet, hat eine Spur im Sand hinterlassen. Es ist unser aller Job, dass diese Spuren nicht durch starken Wellengang untergehen, sondern in unseren Spuren weiterleben.

Im Anschluss wurde in gewohnter Manier gekocht, wobei dieses Mal fast eine weihnachtliche Stimmung aufkam. Anlässlich zum Nikolaus wurde ein Reh zubereitet, der Tisch war in bester Adventsmanier gedeckt und einem leckeren Nikolausschmaus stand somit nichts mehr im Weg.

Abschließend ist festzuhalten, dass es ein schöner Jahresabschluss war, der die Weihnachtsatmosphäre perfekt eingefangen und Freude auf das kommende Jahr gemacht hat.

 

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Der 4. Tag – 22.11.2014

Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Saisonalität, ökologisches Bewusstsein. All das sind wichtige und wahre Themen. Und sich mit ihnen zu befassen, ist eines der Ziele von CookUOS. Und dennoch bleibt eine Frage offen: Wie ist es möglich, der nächsten Generation das Bewusstsein zu vermitteln, dass dringend benötigt wird, um den Problemen unserer Zeit zu begegnen? Fischfang, Umweltzerstörung etc. sind Probleme, die nicht an einem Tag gelöst werden können. Und sie können wie eine gigantische, undurchdringliche Barrikade wirken.

Mit dieser Frage beschäftigten sich die Studenten beim vierten Treffen von CookUOS. Dabei ist das Fazit des Tages keinesfalls ausschließlich positiv ausgefallen: Denn ein neues Bewusstsein für Nachhaltigkeit in den Alltag der Menschen zu intergrieren, ist ein langwieriger Prozess. Erst recht die Integration in unser Schulsystem. Ein Prozess, der mehrere Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern kann. Motivation sieht anders aus.

Und doch ist in der Dunkelheit auch ein Hoffnungsschimmer. Und das bist DU. Und ich. Die Teilnehmer, die Veranstalter sowie die künftige Generation der Lehrenden. Wir alle tragen ein kleines Licht der Hoffnung in uns. Und mag die Aufgabe noch so schwer wirken. Wenn jeder einen kleinen Teil dazu beiträgt und sich nicht unterkriegen lässt, so wird sich der Gedanke verbreiten und irgendwann zu einer großen Flamme, die etwas bewirken kann.

Das ist ein hoffnungsvoller Gedanke und ich hoffe, dass wir, die zukünftigen Multiplikatoren, in einigen Jahren sagen können, einen wichtigen Teil für ein neues, ökologisches und nachhaltiges Bewusstsein beigetragen zu haben.

 

 

 

Treffen Nr. 3 am 8.11.2014

Ein weiteres Treffen von CookUOS fand am … statt. Die Teilnehmer durften phänomenale Erkenntnisse machen, wie sehr Computer und künstliche Intelligenz in unserem Leben inzwischen  eine Rolle spielen. Augenmerk wurde dabei auch auf die Gefahren dieser neuen
Entwicklung gelegt, sodass diese Stunde sehr zum Nachdenken angeregt hat.

Die Gestaltung des praktischen Teils gestaltete sich dieses Mal etwas
außergewöhnlicher. Es wurden kreative Zutaten wie zum Beispiel
hundertprozentiger Bienenwachs eingekauft, die in äußerst
experimentellen Rezepten bearbeitet wurden. So entstanden Gerichte, die es nicht jeden Tag gibt. Doch ist das Experiment geglückt?

Leider mussten die Teilnehmer die Erfahrung machen, dass die Gerichte unglaublich ansprechen aussahen, die erwartete Geschmacksexplosion ungewöhnlicher Zutaten aber
nicht vollends eintrat, was ganz klar eine Sache der Übung ist. Und dennoch war es eine interessante Erfahrung, einmal über den Tellerrand hinauszublicken. Und selbst, wenn die
gewohnte Küche vielleicht mehr zusagt, so zeigt dieses Beispiel dennoch, was CookUOS ausmacht: Etwas, das selbst für das Team neu ist, auszuprobieren, eine innovative Idee gemeinsam mit anderen teilen. Es geht um das Erlebnis zusammen eine Erfahrung zu machen. Das ist die Botschaft, die den Teilnehmern vermittelt jedes Mal aufs neue
Vermittelt wird.

Und besteht der Sinn des Lebens nicht auch einfach nur
darin, Erfahrungen zu machen und sagen zu können: Ich habe das schon
mal versucht?

Durchgang Nr. 2

Und bereits eine Woche später am 25.10.2014  trafen sich zahlreiche Studenten erneut , um sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Dieses Mal stand das Mensakonzept des Ibbenbürener Berufskollegs auf dem Plan, einer der besten Bio-Mensen Deutschlands.  Anhand eines beispielhaften Speiseplans wurde den Studenten aufgezeigt, was es heißt, eine nachhaltige, inklusive und transparente Bio- Mensa zu führen. Interessierte können sich unter http://www.bk-ibb.de/de/mensa/speiseplan einen Überblick über das Angebot machen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann an den praktischen Teil: Frische Zutaten vom Bio-Markt, zahlreiche, originelle Rezepte und nur wenige Stunden später konnten gegen 16.00 Uhr verschiedenste Gerichte in besagtem Berufskolleg ausprobiert werden.

Nach anschließendem Aufräumen und einem unfangreichen Feedback bleibt folgender Eindruck ganz klar hängen:

Die Grundidee, was Nachhaltigkeit in Bezug auf Kochen bedeutet, setzt sich langsam bei den Studenten durch. Und so bildet sich allmählich eine Gruppe, die zwar vielleicht noch nicht ganz sicher ist, was sie von Agavendicksaft anstelle von Zucker etc. halten soll, wohl aber erkannt hat, dass Pommes Frites oder Fast-Food-Gerichte keine Vormachtsstellung in einer schmackhaften Kochsession haben müssen.

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